Best Practice Beispiele aus der Flüchtlingsarbeit
- interreligiöser Dialog -

„Christinnen und Christen sollten weiterhin von Respekt und Vertrauen geprägte Beziehungen mit Angehörigen anderer Religionen aufbauen, um gegenseitiges Verständnis, Versöhnung und Zusammenarbeit für das Allgemeinwohl zu fördern. Deswegen sind Christinnen und Christen dazu aufgerufen, mit anderen auf eine gemeinsame Vision und Praxis interreligiöser Beziehungen hinzuarbeiten.“

Das christliche Zeugnis in einer multireligiösen Welt, Nr. 12

Interreligiöser Dialog am Beispiel des Come In.


Das COME IN in Biberach. Ein interreligiöser Treffpunkt für Menschen jeden Glaubens.

Religion als Brücke

Der interreligiöse Treff COME IN vereint Religion, Kultur, Sprache und schafft so Grundlagen zur Integration. Ein Imam, ein Ordensmann und mehrere Muslime und Christen sind im Vorstand dieses Vereins.

Informationen über die Kultur und Religion des anderen:

In Räumlichkeiten in der Innenstadt von Biberach (Hindenburgstrasse / Ecke Karpfengasse) werden möglichst viele religiös und kulturell interessanten Bücher und Schriften aus dem muslimischen und christlichen Bereich in verschiedenen Sprachen (angepasst an die Flüchtlingsursprungsorte) angeboten.

Das gemeinsame Gebet:

Als 2. Bereich in diesem „Come In“ ist eine interreligiöse Gebetsecke eingerichtet. Ein großer Kerzenständer (bekannt aus der Orthodoxie) ermöglicht es, für bestimmte Anliegen eine Kerze anzuzünden.

Miteinander ins Gespräch kommen:

Selbstgebaute Palettenmöbel bieten eine Sitzgelegenheit und laden ein zum Austausch und Gespräch.

Da diese Räumlichkeiten zentral in einer Fußgängerzone liegen und relativ viele Flüchtlinge im Umfeld wohnen und zudem entsprechende Lokalitäten eröffnet haben (Kebab Läden, Shisha Bars, Lebensmittelläden) ist mit viel Laufkundschaft zu rechnen. Dieses Projekt ist auch als niederschwelliges Integrationsprojekt gedacht.

Das Projekt ist auf Weiterentwicklung ausgelegt. Ideen, Vorschläge und mehr sind ausdrücklich erwünscht.


Öffnungszeiten:

COME IN

Bücher, Schriften & Gebet

Täglich geöffnet von 16:00 Uhr bis 18:30 Uhr

AKTUELL: Gebet für den Frieden in Aleppo. Jeden Freitag 18.00 Uhr


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Kontakt

Religion und mehr e.V.
Karpfengasse 2
88400 Biberach a.d.R.

Vertreten durch:
Pater Alfred Tönnis

Kontakt:
Telefon: 07357-9217101
E-Mail: pateralfred(at)heimatgeben.de

Die Geschichte

In den letzten Jahren sind viele Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern nach Deutschland gekommen. Bis zum Jahreswechsel ins Jahr 2016 stand mehr die Aufnahme von Flüchtlingen mit allen Problemfeldern, Diskussionen und Ungeordnetheiten im Vordergrund. Im Jahr 2016 wurde immer mehr die Integration von Flüchtlingen ins Blickfeld gerückt. Viele Aktivitäten gibt es in diesem Feld Integration. Gerade der Landkreis Biberach ist da sicher gut aufgestellt. Die ökumenische Flüchtlingsarbeit ist da ein wichtiger Partner von Anfang an: www.asyl-bc.de Eine Einrichtung dieser Flüchtlingsaufnahme im Landkreis Biberach ist die Stiftung Heimat geben Oggelsbeuren. Seit Gründung dieser Stiftung im Mai 2014 waren dort etwa 300 Flüchtlinge und konnten so etwas Heimat geben erleben. www.heimatgeben.de Aus dieser Arbeit heraus entwickelte sich die Idee, den Verein „Religion und mehr e.V.“ zu gründen. Zu diesem Verein gehören ehemalige Bewohner, die als Flüchtlinge kamen und auch interessierte Menschen, die diesen Aufnahmegedanken weiterführen wollen in die Richtung Integration. Dazu kann Religion durchaus hilfreich sein. So haben sich Menschen aus dem islamischen Bereich und dem christlichen Bereich zusammengetan. Friedliches Zusammenleben in Wertschätzung und ehrlichem Miteinander sollen so gefördert werden. Bücher und Schriften aus den verschiedenen Religionen und in den verschiedenen Sprachen können Wissen über den anderen fördern und Misstrauen durch Unwissenheit entgegenwirken. Vielleicht entwickeln sich Gespräche und Begegnungen vielfältiger Art. Beten und Kerzen anzünden in verschiedenen Anliegen öffnet die Blickrichtung auf Gott in seiner Größe und Allmacht. So sollen verschiedene Dimensionen eines religiösen Lebens in der Fußgängerzone in Biberach einen Raum bekommen – örtlich und inhaltlich. „Come in“ soll so eine Ergänzung sein zu den Kirchen und Moscheen vor Ort.

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