Das deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz

    Als ein Nachweis für die deutsche Sprache gilt das Deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz (oft als Deutsches Sprachdiplom oder DSD abgekürzt).

    Dies ist eine Sprachprüfung für Deutsch als Fremdsprache oder Deutsch als Zweitsprache, die nach mehrjährigem schulischem Deutschunterricht abgelegt werden kann.

    Die Ausarbeitung eines solchen Sprachdiploms wurde von der Kulturministerkonferenz am 16. März 1972 beschlossen. Seit 1974 können Schülerinnen und Schüler an staatlichen oder privaten Schulen im Ausland das Diplom erwerben, jährlich werden die Prüfungen von ca. 46.000 Teilnehmern in über 60 Ländern abgelegt.

    Der zentrale Unterschied des Deutschen Sprachdiploms zu anderen Sprachzertifikaten besteht in der schulischen Einbindung der Teilnehmer.

    Der Grundgedanke besteht in einem systematischen Kompetenzaufbau durch mehrjährigen Schulunterricht.

    Die Teilnahme an der Sprachprüfung ist nicht mit Prüfungsgebühren verbunden und nur nach Durchlaufen mehrjährigen deutschen Schulunterrichts möglich.

    Das Deutsche Sprachdiplom Stufe 1 (Stufe GER A2/B1) bildet für Ausländer in Deutschland die Voraussetzung für den Besuch eines Studienkollegs, das Deutsche Sprachdiplom Stufe 2 (Stufe GER B2/C1) die Voraussetzung für das Studium an einer deutschen Hochschule. Generell kann diese Sprachprüfung auf allen Niveaustufen des GER abgelegt werden.

    ​Das Deutsch Zertifikat des Goethe Instituts

    Eines der wichtigsten Sprachzertifkate ist mit Sicherheit das
    B1 Zertifikat Deutsch
    des Goethe-Instituts,
    das in der Regel fälschlicherweise gemeint ist, wenn vom Deutschen Sprachdiplom die Rede ist.

    Es ist eine Prüfung für Teilnehmer ab 16 Jahren, die als Gemeinschaftsprodukt des Österreichischen Sprachdiploms Deutsch (ÖSD), des Goethe-Instituts, der telc GmbH und des Lern- und Forschungszentrums der Universität Freiburg (Schweiz) erstellt und angeboten wird.

    Das Zertifikat prüft in Anlehnung an die Vorgaben des
    Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen

    die Fähigkeit zur selbstständigen Sprachverwendung in Alltagsgesprächen und Situationen im Beruf. Hauptaugenmerk liegt auf der kommunikativen Kompetenz, doch wird auch bereits auf die formale Korrektheit geachtet. Das deutsche Sprachdiplom orientiert sich an der Stufe B1, der Test wird als Eintrittsprüfung für Konservatorien und als Nachweis von Deutschkenntnissen am Arbeitsplatz anerkannt, somit bieten sich den Inhabern Vorteile bei der Jobsuche.

    TELC für Deutsch

    Im Auftrag des Bundesministeriums des Innern entwickelte die telc GmbH von 2006 bis 2009 gemeinsam mit dem Goethe-Institut den Deutsch-Test für Zuwanderer (DTZ), mit dem die Integrationskurse abschließen und der im Erfolgsfall zur Niederlassungserlaubnis in Deutschland führt. Auch die Einbürgerung kann mit Nachweis eines erfolgreich abgeschlossenen Deutsch-Tests für Zuwanderer beantragt werden. Nach der Entwicklung erhielt die telc GmbH vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Auftrag, den DTZ durchzuführen und weiterzuentwickeln.

    Anerkennung

    Das Auswärtige Amt erkennt im Rahmen des Ehegattennachzugs nach Deutschland die Prüfung Start Deutsch 1 / telc Deutsch A1 als Voraussetzung für ein Visum im Rahmen des Ehegattennachzugs an.

    Prüfungsdurchführung

    telc Prüfungen können weltweit an über 3.000 Prüfungszentren abgelegt werden, darunter Volkshochschulen und private Sprachschulen.

    Prüfungstermine können von jedem Prüfungszentrum eigenständig festgelegt werden; ebenso variieren die Preise der Prüfungen von Prüfungszentrum zu Prüfungszentrum. Prüfungsergebnisse liegen nach vier bis sechs Wochen vor. telc Zertifikate sind für einen unbegrenzten Zeitraum gültig.

Die wichtigsten deutschen Sprachdiplome im Überblick

help.png
  • Das deutsche Sprachdiplom der Kulturministerkonferenz
  • Das Deutsch Zertifikat des Goethe Instituts
  • TELC für Deutsch

Deutsch-Zertifikate